MELINA BÜNNING: „DAS WAR EIN UNBESCHREIBLICHES GEFÜHL“

An diesem Sonnabend (18. Juni, 12 Uhr) gastieren die U17-Fußballerinnen des Hamburger SV zum Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft beim FSV Gütersloh. Mittelfeldspielerin Melina Bünning blickt im Interview auf die Partie voraus und lässt auch ihre persönliche Entwicklung Revue passieren.

Moin Melina, du kommst gerade von einer Reise mit dem deutschen U16-Nationalteam zurück. Wie lief es?
Wir haben gegen die Niederlande 1:1 gespielt und 2:0 gegen Dänemark gewonnen, ich stand in beiden Spielen in der Startelf. Das waren zwei sehr robuste Gegner – man merkt, dass in Länderspielen noch einmal ein anderes Niveau herrscht als in der Juniorinnen-Bundesliga.

Nachdem du in diesem Jahr erstmals bei einem DFB-Lehrgang warst, kannst du nun mit den Spielen gegen Dänemark und die Niederlande auf drei Länderspiele zurückschauen – und hast dich bereits in die Startelf gespielt. Wie siehst du deine Entwicklung im DFB-Dress?
Das ging natürlich alles sehr schnell. Mein erstes Länderspiel gegen die Schweiz war ein absolutes Highlight, auf das ich sehr gerne zurückblicke. Ich habe beim Nationalteam auch zweimal als Innenverteidigerin gespielt, obwohl ich beim HSV als Sechserin eingesetzt werde. Im DFB-Team habe ich unheimlich viel im taktischen und spielerischen Bereich gelernt.

Neben Melina Bünning (r.) waren auch die HSV-Spielerinnen Melina Walheim (l.) und Lisa Baum mit der DFB-U16 im Einsatz.

Dazu hast du mit den U17-Juniorinnen des HSV die Meisterschaft in der B-Juniorinnen-Bundesliga Nord/Nordost sowie den LOTTO-Pokal geholt – und mit den Junioren des TSV Kronshagen, bei denen du parallel spielst, hast ebenfalls das Double gewonnen. Wie blickst du auf die bisherige Saison zurück?
Besser kann es kaum laufen. Mit dem HSV und dem TSV habe ich eine unfassbar geile Saison gespielt, dazu mein Debüt für den DFB gegeben. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Top-Spiele gegen den SV Meppen und den VfL Wolfsburg, als wir extrem starke Gegner bezwingen konnten.

Mit dem HSV kannst du noch einen weiteren Titel holen: Durch die Meisterschaft in eurer Staffel habt ihr euch für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Im Halbfinal-Hinspiel gab es zuhause ein 2:2 gegen den FSV Gütersloh. Wie hast du diese Partie in Erinnerung?
Auch wenn wir noch kurz vor Schluss das 2:2 bekommen haben, habe ich die Partie in guter Erinnerung. Wir sind eine große Einheit und jede einzelne Spielerin hat den Willen, ins Finale einzuziehen – das hat man beim Hinspiel gesehen.

Du hast damals das zwischenzeitliche 2:1 erzielt. Was war das für ein Moment für dich?
Ich habe nach einer Seitenverlagerung den Ball bekommen und aus 20 Metern einfach mal abgezogen – und der Ball war drin. Es war natürlich ein unbeschreibliches Gefühl, in einem Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zu treffen.

Wie optimistisch bist du vor dem Rückspiel an diesem Sonnabend?
Wir haben aus dem Hinspiel unsere Lehren gezogen und wissen, wie Gütersloh spielt. Wenn wir erneut als Einheit auftreten und alles raushauen, bin ich guter Dinge.
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Foto: Felix Schlikis